2025


Hanna Magauer: Kunst – Ort – Zugehörigkeit. Philippe Thomas und sein Umfeld

Vortrag und Gespräch

Freitag, 12. Dezember 2025
19.00 Uhr

Ab Ende der 1970er bis Mitte der 1990er verfolgte der französische Künstler Philippe Thomas einen Ansatz zwischen Institutionskritik, Appropriation Art und queerer Poetik, unter anderem mit Hilfe seiner 1987 gegründeten Agentur readymades belong to everyone®. Der Eintrag ins Archiv und der Blick auf die eigene Rezeption – sowohl in den Kunstszenen seiner Zeit wie auch retrospektiv – zeigen sich dabei als ein in seinem Werk reflektierter Gegenstand vielschichtiger Aushandlungsprozesse.

Ausgehend von ihrem kürzlich erschienenen Buch Kunst – Ort – Zugehörigkeit. Philippe Thomas und sein Umfeld skizziert Hanna Magauer Thomas’ Verortung in der Kunst seiner Zeit innerhalb und außerhalb Frankreichs. Im anschließenden Gespräch mit Hannes Loichinger geht es um Thomas’ Umgang mit Publikationen, Institutionen und Archiven – die, wie seine Arbeiten deutlich machen, stets in sozialen Zugehörigkeiten gebunden sind.

Hanna Magauer ist promovierte Kunsthistorikerin und lebt in Berlin. Sie ist Mitarbeiterin für Publikationen/Verlag in der neuen Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK), zudem arbeitet sie als Übersetzerin und Lektorin.

Vortrag und Gespräch finden in deutscher Sprache statt.

Im Rahmen der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, das Buch zu erwerben.

Von 12. Dezember 2025 bis 25. Januar 2026 zeigt Tiny Mutual Admiration Societies eine Auswahl an Publikation und Ephemera von und über Philippe Thomas.

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FORUM PLAKAT

Dienstag, 07.10.2025
16.00 Uhr

Einladung zur öffentlichen Gesprächsrunde.

Die Veranstaltung bildet den Auftakt einer neuen Reihe im Archiv, die sich jeweils einer spezifischen Thematik widmet. Das Forum ist als Gesprächsformat mit kurzen Präsentationen und Einblicken ins Archiv konzipiert.

Anlässlich der Integration der Plakatsammlung der IG Bildende Kunst in das digitale Repositorium der basis wien durch Absolventinnen des Universitätslehrgangs Library and Information Studies (Universität Wien) lädt basis wien zur Präsentation und Gesprächsrunde mit:

Magdalena Hanser und Franziska Stanzel: Erschließung des Plakatbestands der IG Bildende Kunst

Benjamin Buchegger, Studio Beton / 2b press: Konzeption von Plakaten als Teil des Visual Identity-Konzepts „A…kademie der bildenden Künste Wien“

Manuela Leutgeb: Vorstellung der Plakatsammlung der Wienbibliothek im Rathaus

On Display:

„Wahlplakate 2000-2024“, Fotografien von Niki Weitzer.

Ausgewählte Plakate aus dem Bestand der basis wien – Ausstellung im Stiegenhaus. Zusammengestellt von Christian Egger und Helene Baur.

Anlässlich des FORUM PLAKAT publiziert und präsentiert basis wien in Kooperation mit WERKSTADT GRAZ die Plakatedition, Nr. 01/2025 aus dem Nachlass Brigitte Aloise Roth.

Das Archiv und Dokumentationszentrum basis wien sammelt, bewahrt und erschließt Materialien, die im Feld der zeitgenössischen Kunst entstehen. Ephemera wie Einladungskarten, Ausstellungsinformationen, Flyer, sowie Texte, Presseartikel, Kataloge, Magazine und andere schriftliche Quellen bilden den Sammelschwerpunkt der Institution.

Besucher:innen sind eingeladen, den Sammlungs- und Bewahrungsort von Archivmaterialien zeitgenössischer Kunstproduktion in Österreich zu besichtigen und sich mit Abgabe, Informationsaustausch oder Anfragen aktiv daran zu beteiligen.

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Internationaler Tag der ArchiveArchivwoche

10.06. – 13.06.2025
10:00-18:00 Uhr

On Display:

MARIA COZMA, NIK GEENE. tit~tat, 2025

TOBIAS KASPAR. Table 9, Table 10, 2025

ANITA LEISZ. Kleines Ensemble Bibliothek Feuerlöscher, 2023/2024

MAX OCTAVIAN TRAUTTMANSDORFF. Foto Bibliothek HDW, 2024


Programm:

Dienstag, 10.06.2025
17:00 Präsentation: Website Nachlass Brigitte Aloise Roth

Brigitte Aloise Roth (1951 – 2018) war Fotografin, Performancekünstlerin, Pädagogin, Feministin und (Umwelt-)Aktivistin in Wien. Ihre Anfang der 1970er Jahre begonnene und zeitlebens verfolgte fotografische Arbeit liegt in einer umfangreichen Dokumentation ihrer Lebens-, Interessens- und Arbeitsbereiche vor. Diese wird im Archiv und Dokumentationszentrum seit 2021 bewahrt und im Zuge der Digitalisierung des kulturellen Erbes Österreichs mit Ende 2025 auf Kulturpool und in weiterer Folge Europeana veröffentlicht.

18:00 Rezitation: WERKSTADT GRAZ von A bis Z

Der Künstler Joachim Baur präsentiert die umfangsreiche Dokumentation der WERKSTADT GRAZ in Form des 688 Seiten umfassenden Buchs ALMANACH_ALMANAC. WERKSTADT GRAZ von A-Z_From A-Z, 2024.

19:00 Screening: Linda Bilda. Padhiland 

Der Nachlass Linda Bilda befindet sich im ehemaligen Atelier der Künstlerin in der Zacherlfabrik, 1190 Wien. Seit 2023 wird in Zusammenarbeit mit basis wien an seiner Sortierung, Aufstellung, Erschließung und Präsentation gearbeitet. Im Zuge der Digitalisierung von Video und Filmmaterial wurden Filmdokumente Linda Bildas künstlerischer Praxis von den 1980er bis Ende der 1990er Jahre sichergestellt. Darunter fand sich auch das Video PADHILAND, eine 90-minütige Dokumentation über den Künstler Padhi Frieberger. Vermutlich Ende der 1990er Jahre entstanden, bietet dieses, auf Schloss Haggenberg im nördlichen Weinviertel gedrehte filmische Portrait Einblick in Padhi Friebergers Praxis und Denken.

Die Ausstellung Linda Bilda. Die goldene Welt ist bis 22.06. im Kunsthaus Glarus zu sehen.

Mittwoch, 11.06.2025
18:00 Vortrag: Hannes Loichinger. Malerei im Kontext – Ull Hohn und die Galerie American Fine Arts, Co.*

Die Arbeiten von Ull Hohn (1960-1995) lassen sich als Versuch beschreiben, Malerei in Relationen zu denken. Anlass für diesen Gedanken geben die Gegenüberstellungen von historischen Fragmenten, die konsequent in Konstellationen gezeigten Einzelbilder oder das Abwägen von malerischen Codes und ästhetischen Kategorien. In diesem Bezugsrahmen liegt ihr subjektiver Einsatz in Differenzen: zwischen Vorbildern und Abbildern, Aspiration und Erreichtem, der Malerei im Kontext eines sich ausdifferenzierenden Feldes künstlerischer Praktiken. Ein solches Verständnis von Malerei lässt sich anhand der 1993 gezeigten Ausstellung von Ull Hohn in der Galerie American Fine Arts, Co. diskutieren, die in direktem Anschluss an die von James Meyer kuratierte Gruppenausstellung „What Happened to the Institutional Critique?“ eröffnete. Im Vortrag werden einige Aspekte des mit der Ausstellung von Ull Hohn und dem Programm der Galerie verbundenen Modells „kritischer Praxis“  skizziert und abschließend die Frage gestellt, was selbstreflexive Ansätze in Bezug auf künstlerische Formen, Funktionsweisen und Kontexte heute noch leisten können.

Die Präsentation wird begleitet von einer Vorführung des Films „Colin de Land and Ull Hohn, New York“ (1995) von Cosima von Bonin.

Hannes Loichinger ist Kunsthistoriker und lebt in Wien. 2012 gab er gemeinsam mit Valérie Knoll und Magnus Schaefer die Publikation „Dealing with—Some Texts, Images, and Thoughts Related to American Fine Arts, Co.“ heraus (Sternberg Press) und 2016 mit Magnus Schaefer die Monografie „Foregrounds, Distances“ über Ull Hohn (Sternberg Press / Galerie Neu / The Estate of Ull Hohn).

Vortrag in deutscher Sprache.

*Der Vortrag basiert auf einem für das Haus am Waldsee (Berlin) geschriebenen Manuskript. Da der Vortrag im April nicht aufgezeichnet wurde, wandert er nun selbst ins Archiv.

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Anlässlich des Internationalen Tags der Archive freut sich das Team der basis wien – Archiv und Dokumentationszentrum für zeitgenössische Kunst einzuladen, den Sammlungs- und Bewahrungsort von Materialien zeitgenössischer Kunstproduktion in Österreich zu besichtigen und sich mit Materialabgabe, Informationsaustausch oder Anfragen daran zu beteiligen.

Die Tage bieten vertiefenden Einblick in die bestehende Sammlung des Archivs, die Bibliothek und Kooperationsprojekte mit Archiv IntAkt, Library of Friendship/WERKSTADT GRAZ, Bibliothek Harald Sterk, Sammlung Archivgut der Österreichischen Kulturforen/Botschaften/Generalkonsulate und des Außenministeriums.

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International Archives Day

9 June is International Archives Day. All around the world, archival community professionals join together to explain to the world at large why supporting archives and the profession is so important. At the 2004 International Congress in Vienna, the 2,000 participants in attendance adopted a resolution requesting that the United Nations (UN) designate a specific day to mark the importance and value of archives. 

In 2005, the United Nations Educational Scientific and Cultural Organisation (UNESCO) declared 27 October to be the World Day for Audiovisual Heritage (WDAH) during the 33rd session of its General Conference held in Paris, France. WDAH offers an opportunity to spread awareness of the need to take urgent measures and acknowledge the importance of audiovisual documents as part of our shared heritage and memory. However, audiovisual documents are only a relatively small part of our documentary heritage that deserves international attention. 

It was decided at the 2007 ICA Annual General Meeting that 9 June would be celebrated as International Archives Day (IAD). This date was selected to commemorate the day in 1948 on which ICA was created under the auspices of UNESCO. 

International Archives Week  

One year later, the first International Archives Day celebrations were staged to coincide with the 60th Anniversary of ICA. However, it was not until 2019 that the ICA expanded the event to extend over an entire week. During International Archives Week (IAW), organisations worldwide share their events and participate alongside ICA in promoting the value and importance of archives and archivists. 

[Quelle: https://www.ica.org/international-archives-week/about-international-archives-week/, 20.05.2025]

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On Exhibition

Opening: 23.01.2025, 16.00-19.00
basis wien, Fünfhausgasse 5, 1150 Vienna

An exhibition of exhibitions! Reflection on artistic and spatial practice, design processes and media served as a base to conceptualize and design exhibition projects. Students from both departments worked together on the process of developing and designing an exhibition based on materials and themes explored in the archives of basis wien, as part of the design studio “On Exhibition“. The archive of basis wien holds a wide range of background information of activities that happen during and around exhibitions, a form of cultural productions that in itself reflects current artistic practice that underly the conception and production of contemporary exhibition making.

Projects by:
Rebecca Sophia Hitomi Akimoto, Katalin Ax, Menal Batt, Giorgia Bussi, Petru Catuna-Boca, Poledt Cedillo Peralta, Maddalena Celli, Joanna Ciecinska, Freyja Coreth, Jana-Leonie Dieckmann, Marina Annalisa Eberherr, Sophie Eresmann, Artur Fernandes, Timm Frech, Elisa Geiser, Jakob Hilcken, Theresa Kluitmann, Janina Lutz, Ahmed Marei, Elisa Minetti, Amika Nakamura, Veronika Nikiforova, Amal Njoum, Sophia Anna Oberrauch, Katharina Partik, Carla Pirich, Maria Rosales Gálvez, Tobias Sam, Marianne Sophie Simmen, Max Sohm, Kira Steins, Katharina Tamm, Max Thomas Blake, Nicole Waltener, Vanessa Wavrouschek, Marlies Weidinger, George Wilhelmy

Lecturers:
Basma Abu-Naim (Vienna University of Technology), Aaron Amar Bhamra (University of Applied Arts Vienna), Helene Baur (basis wien), Julienne Lorz (University of Applied Arts Vienna), Wilfried Kuehn (Vienna University of Technology).

A cooperation between the University of Applied Arts Vienna, Expanded Museum Studies, the Vienna University of Technology, Architecture – Raum/Spatial Design; basis wien.

Further information:
Exhibition duration: 24.01.2025 – 28.02.2025
Opening hours: Tuesdays: 12:00 – 20:00/ Wednesday, Thursday, Friday: 12:00 – 16:00
Location: basis Wien, Fünfhausgasse 5, 1150 Vienna
basis-wien.at