SCHIELE – BRUS – PALME

Daten

– Leopold Museum

Beschreibung

Egon Schiele (1890–1918), Günter Brus (* 1938) und Thomas Palme (* 1967) – Enfant terribles ihrer jeweiligen Generation – erweiterten mit ihren Arbeiten den herkömmlichen Kunstbegriff. Schieles schonungslose Beschäftigung mit dem Individuum, mit dem Selbst, war der notwendig verstörende Auftakt für das von zwei Weltkriegen erschütterte 20. Jahrhundert. In den 1960er Jahren nimmt Günter Brus den Körper als Kapital für die Kunst wieder auf und radikalisiert Schieles Analyse des Ichs, indem er bald Papier und Leinwand verlässt und sich wortwörtlich einer Zerreißprobe stellt. Eine Generation später ist es Thomas Palme, der das Erbe von Schiele und Brus in seinen Grafiken weiterführt, indem er jene zitiert, weiterdenkt oder ihnen antwortet. In der Ausstellung entsteht ein fiktiver – zwischen Brus und Palme auch direkter – Dialog, der zeitliche, räumliche und gesellschaftliche Grenzen bei aller existentialistischen Pein oft auch spielerisch hinter sich lässt.

[Quelle: www.leopoldmuseum.org]

Beteiligte

Günter Brus, Thomas Palme, Egon Schiele

Objekte

(Archivalien, Publikationen, Werke)

2018 Schiele und "schreckliche Kinder" von heute (Text)
2018 Egon Schiele sah sich als Opfer und Märtyrer für die Wahrheit der Kunst (Text)
2018 Information: SCHIELE – BRUS – PALME (Archivalie)
2018 Einladung: Egon Schiele. Die Jubiläumsschau / Schiele - Brus - Palme. Absturzträume (Archivalie)
2018 Das Jubeljahr des Jugendstils (Text)