Einzelausstellung Rudolf Polanszky. Eidola

Daten

– Vereinigung Bildender KünstlerInnen Wiener Secession

Beschreibung

Rudolf Polanszky hat seit Mitte der 1970er-Jahre ein vielschichtiges Werk geschaffen, das von konzeptuellen Film-, Video- und Fotoarbeiten über Zeichnung und Malerei bis zu skulpturalen Objekten und Assemblagen reicht. Sein Werk ist geprägt durch die beabsichtigte und durchaus methodische Einbindung des Zufälligen. Eine besondere Rolle spielt dabei die Verwendung von Materialien, die Gebrauchsspuren aufweisen oder der Witterung ausgesetzt waren, da sie gewissermaßen die Aufgabe der Kontrolle über die Formgebung und die Unterwanderung des künstlerisch-konstruktiven Gestaltungswillens fördern. Die Faszination für wissenschaftliche Erklärungsmodelle gepaart mit der Skepsis gegenüber einer vermeintlich unerschütterlichen Logik, die Welt zu begreifen, haben den Künstler selbst diverse Verstehensschemata entwickeln lassen. Diese folgen der Nicht-Sinnstiftung als Leitidee und nehmen in intuitiv konstruierten Objekten Gestalt an, die er als provisorische Verkörperungen gedanklich-sprachlicher Gebilde versteht. Polanszkys Interesse für Schein- und Trugbilder ist folglich groß. Dem Prinzip der Festlegung setzt er eine Art „hypothetische Einstweiligkeit“ entgegen, die die Veränderlichkeit von Strukturen ins Bewusstsein rufen soll.

[Quelle: www.secession.at]

Beteiligte

Rudolf Polanszky, Andreas Reiter Raabe (Ausstellungsgespräch, 15.03.2018)

Objekte

(Archivalien, Publikationen, Werke)

2018 Flugobjekte der Verschwendung (Text)
2018 Rudolf Polanszky: Dem Sinn großräumig ausweichen (Text)
2018 Höchste Zeit für Kurven zweiter Ordnung (Text)
2018 Einladung: Rudolf Polanszky. Eidola (Archivalie)