Gruppenausstellung Löcher in der Wand

Daten

– Kunsthalle Exnergasse, KEX

Beschreibung

Anachronische Annäherungen an die Gegenwart

Die Ausstellung „Löcher in der Wand“. Anachronische Annäherungen an die Gegenwart nimmt Siegfried Kracauers Geschichtsverständnis als Ausgangspunkt, um gegenwärtige Fragen anhand von vergangenen Momenten zu erkunden. Alle gezeigten Werke setzen sich sowohl mit spezifischen historischen Konstellationen auseinander als auch mit den prinzipiellen Möglichkeiten der Erfassung und Darstellung historischen Geschehens. Die selbstreflexive Befragung der Darstellungsmittel von Geschichte entspricht einer Historiographie, die sich der konstruktiven Elemente von Fakten bewusst ist und genau deshalb keine „alternativen Fakten“ anbietet. Geschichte wird so betrachtet zu einem Prozess, der durch Vorläufigkeit gekennzeichnet ist. Dieser Zugang entspricht Kracauers Skepsis gegenüber dem endgültig Fixierten und der nachträglich begründeten Folgerichtigkeit einer Idee. Denn er war vielmehr davon überzeugt, dass es „immer Löcher in der Wand [gibt], durch die wir entweichen können und das Unwahrscheinliche sich einschleichen kann”.1

1 Siegfried Kracauer, Geschichte – Vor den letzten Dingen, Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1971, S. 20.

Beteiligte

Miklós Erhardt, Kathi Hofer, Katrin Hornek, Dejan Kaludjerovic, Tatiana Lecomte, Little Warsaw, Walid Raad, Gudrun Ratzinger (Kurator/in), Vladislav Shapovalov, Slavs and Tatars, Tinzl / Flunger, Ubermorgen

Objekte

(Archivalien, Publikationen, Werke)

2019 Kunsthalle Exnergasse 2018 (Publikation)
2018 springerin 2/18. originalcopy (Zeitschrift)
2018 Unsichtbare Barrieren, Utopien auf Inseln (Text)