Überleben im Bild. Wege aus der Anonymität anthropologischer „Typenfotografien“ in der Sammlung Emma und Felix von Luschan

Daten

– Photoinstitut Bonartes

Beschreibung

Eine heute fanatisch anmutende Sammeltätigkeit von Daten über vermeintlich untergehende indigene Kulturen in allen Weltregionen bestimmte Ethnografie und Anthropologie des späten 19. Jahrhunderts. Anhand der Unterscheidung „typischer“ Merkmale wollte man Entwicklungslinien der Menschheitsgeschichte sichtbar machen, die durch die Ausbreitung des Kolonialismus ausgelöscht zu werden drohten. Auch für das österreichische Forscherpaar Emma und Felix von Luschan spielte bei dieser Arbeit die Fotografie eine zentrale Rolle.
Die Ausstellung untersucht die Herstellungsbedingungen dieser Fotografien zwischen Expedition und Völkerschau sowie ihren Tausch unter Wissenschaftlern und den Erwerb in lokalen kommerziellen Studios. Vor allem aber widmet sie sich den Biografien einiger bisher nur als Vertreter eines „Typus“ wahrgenommener Menschen aus fernen Ländern. Schließlich stellt ein Blick auf die Selbstdarstellung von Emma und Felix von Luschan im Lichtbild die Frage nach dem Verhältnis zwischen Forschenden und Beforschten neu.
Ausstellung und Publikation entstanden in Zusammenarbeit mit dem Department für Evolutionäre Anthropologie der Universität Wien.

[Quelle: https://web.archive.org/web/*/https://www.bonartes.org/index.php/ausstellungen.html]

Beteiligte

Emma von Luschan, Felix von Luschan, Katarina Matiasek (Kurator/in)

Objekte

(Archivalien, Publikationen, Werke)

2021 springerin 4/21. Zeuge/Zeugin sein (Zeitschrift)
2021 Photoinstitut Bonartes: Typenfotografie ohne Anonymität (Text)
2021 Der liberale Imperialist (Text)
2021 Fragwürdige "Errettung" durch die Kamera (Text)