Einzelausstellung Kurt Ryslavy
Daten
– Stiftsmuseum AdmontBeschreibung
Das kürzlich vollendete Werk strahlte in solch hellem Blitzesleuchten, dass ich nicht vollkommen hinschauen konnte.
Nichts für Ungut
Sichtbarkeit, Wert und Identität
Seit fast fünf Jahrzehnten nutzt Kurt Ryslavy seine künstlerische Praxis, um Fragen nach dem (Kunst-)Wert sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht zu stellen. Um dieses Thema sichtbar zu machen, konzipiert und realisiert Ryslavy regelmäßig Einzelausstellungen, in denen seine Werke neben den Werken anderer KünstlerInnen präsentiert werden. Den Rezipienten wird es so erleichtert, qualitative Unterschiede zu erkennen. Quantitative Werte sind angesichts der oft unschlüssigen Beziehung zwischen Preis und Wert nur selten zu erfassen. Bei einer Gruppenausstellung anstelle einer Einzelausstellung würden wir uns nicht unbedingt fragen, weshalb die Gesellschaft einige Kunstwerke mehr im Sinne von höheren Preisen (wert-) schätzt als andere.
Ryslavys Einzelausstellungen lösen genau solche Fragen aus. Seine Kunst dient uns somit als Maßstab und liefert uns einen Ausgangspunkt, der die Frage nach dem ästhetischen Wert eines Kunstwerkes stellt, sei es der künstlerische, kognitive oder moralische Wert. Obwohl seine Einzelausstellungen einem Installationskunstwerk ähneln, trifft diese Kategorisierung nicht zu, da sie wie konventionelle Ausstellungen in ihre Einzelheiten zerteilbar (disassemblable) sind. Zweifellos spiegelt Ryslavys Interesse an Sichtbarmachung, am Ausstellen, seine langjährige Rolle als Sammler wider, da Fragen der Sichtbarkeit den Wert beeinflussen, sowohl in quantitativer wie auch in qualitativer Hinsicht. [...]
[Quelle: https://web.archive.org/web/20240912191456/https://stiftadmont.at/museum/ausstellungsrueckblick/museum-gegenwartskunst-kurt-ryslavy/]