Gruppenausstellung The Museum of (Non)Restitution

Daten

– Salzburger Kunstverein

Beschreibung

In der NS-Zeit „arisierte“ und entzogene Objekte, die sich im Salzburg Museum befanden oder noch befinden, bilden den Ausgangspunkt für ein Gastspiel des Salzburg Museum im Salzburger Kunstverein. Die Ausstellung verbindet Provenienzforschung mit zeitgenössischen Projekten zu den Themen Restitution und Erinnerungskultur.

Thomas Geiger adressiert in seinen Arbeiten die Immaterialität des Verborgenen: Seine Wandzeichnung A Cartography of Theft transformiert den Kunstraub in ein Netzdiagramm, das Salzburg und das Salzkammergut als Knotenpunkte eines weitgespannten Enteignungsdispositivs ausweist. Tatiana Lecomte reflektiert die Fotografie als Medium regulierter Sichtbarkeit. Ihr auf einer Fotografie aus dem Jahr 1935 basierendes Projekt Gott segne das Jahr 1942. Helene Taussig und ihr Haus verbindet eine großformatige Wandzeichnung des ‚arisierten‘ Atelierhauses von Helene Taussig mit einem bereits restituierten, jedoch zurückerworbenen Gemälde der Künstlerin aus dem Salzburg Museum. Sophie Thun rekonstruiert in analogen Schwarzweißfotografien und großräumigen Installationen die Depotsituation des Salzburg Museum: Restitutionsrelevante Objekte oszillieren zwischen Status und Funktion– nicht mehr privates Eigentum, kein Museumsobjekt mehr, noch nicht wieder zurückgegeben.

[Quelle. https://web.archive.org/web/20251216101733/https://salzburger-kunstverein.at/museumofnonrestitution]

Beteiligte

Mirela Baciak (Kurator/in), Thomas Geiger, Tatiana Lecomte, Katja Mittendorfer (Kurator/in), Susanne Rolinek (Kurator/in), Sophie Thun

Objekte

(Archivalien, Publikationen, Werke)

2025 Ausstellungsinformation: The Museum of (Non)Restitution (Archivalie)
2025 Programm: Salzburger Kunstverein 2025. Picturing Justice (Archivalie)