Biennaleausstellung BfF #1
Daten
– Biennale für Freiburg #1Beschreibung
Die erste Ausgabe der Biennale für Freiburg (BfF #1) beschäftigt sich mit Formen der Produktion innerhalb und außerhalb des Studios. Prozesse und Handlungen, die üblicherweise in einem Künstler*innen-Studio stattfinden werden in andere Kontexte und Situationen übertragen. Dabei wird der öffentliche Raum zum Ort der Produktion und zum Gegenstand der Auseinandersetzung.
Die Biennale für Freiburg #1 findet dieses Jahr in zwei Phasen statt:
Studioprogramm: Anfang Mai bis Ende August 2021
Ausstellungsparcours: 10. September bis 3. Oktober 2021
Das Studioprogramm versteht sich als Produktions-, Diskurs- und Vermittlungsphase und legt das Fundament für den anschließenden Ausstellungsparcours. Zwischen Mai und August werden Künstler*innen während ihrer Aufenthalte in Freiburg Einblicke in ihre Produktionsprozesse geben, Workshops veranstalten und neue Arbeiten entwickeln. Der Ausstellungsparcours wird sich im September über verschiedene Orte in der Stadt erstrecken und Installationen, Videoarbeiten, Malerei und Fotografie präsentieren. Auch Veranstaltungen und Performances finden im September statt. Die Ausstellungsorte werden in den nächsten Wochen bekannt gegeben, die Laufzeit der Ausstellung bitten wir bereits jetzt zu notieren und hoffen auf Ihren Besuch zwischen dem 10. September und dem 3. Oktober 2021.
Nachdem das Studio für dieses Programm kein fester Ort ist und gerade die Abwesenheit klassischer Atelierräume der Ausgangspunkt unserer Überlegungen für die Biennale für Freiburg ist, werden fast alle Veranstaltungen in dieser Zeit an wechselnden Plätzen im Außenraum stattfinden. Das Ineinanderfließen von Studio- und Stadtraum wird folglich auch den Inhalt des Programms widerspiegeln und prägen. Dieses handelt von Freiburg im Besonderen und von Stadt im Allgemeinen. Von Methoden, Stadtraum wahrzunehmen, diesen zu erschließen und ein Stadtbild zu erzeugen. Vom Schwarzwald als heilendes, feuchtigkeitsspeicherndes Kabinett. Von Geschichte, die im öffentlichen Raum repräsentiert wird und von Geschichten, die nicht zu finden sind. Von Stimmen, die sehr Privates berichten und dies gleichzeitig mit der Vernebelung durch Fiktion zu schützen wissen. Es wird ein künstlerisch-wissenschaftliches Symposion zum Begriff der Öffentlichkeit ausgetragen und ein Gespräch mit einer Marmorstatue abgehalten. Wir werden Sie außerdem dazu einladen, an zwei sehr unterschiedlichen Spaziergängen teilzunehmen, sich mit dem Tagebuchschreiben und dem Klang von Schlössern zu beschäftigen.
Das Studioprogramm bewegt sich im Zwischenbereich von intimen Situationen der Produktion und öffentlichen Momenten der Präsentation. Zu einzelnen Programmpunkten zwischen Mai und August werden wir Sie direkt einladen und hoffen auf Ihre aktive Beteiligung als Schreibende, Sammelnde, Erzählende oder Tanzende. Bei anderen Veranstaltungen freuen wir uns, Sie als beobachtende Gäste zu begrüßen. Von bestimmten Programmpunkten, die den Schutz des Studios in Anspruch nehmen werden, wird das Publikum erst im Nachhinein erfahren. Sie werden jedoch nichts verpassen, denn alle Prozesse werden in die abschließende Ausstellung übergehen und dort durch weitere künstlerische Arbeiten ergänzt.
[Quelle: https://web.archive.org/web/20250213051810/https://2021.biennalefuerfreiburg.de/]
Beteiligte
Michel Auder, Patrizia Bach, Keren Cytter, Rahima Gambo, Thomas Geiger, Niklas Goldbach, Jackie Grassmann, Philipp Gufler, Hanakam & Schuller, Johanna Hedva, Birgit Heidtke, Belinda Kazeem-Kaminski, Vika Kirchenbauer, Sévérine Kpoti, Sarah Lehnerer, Luiza Margan, Julius Martin-Humpert, Oliver Matthes, Inka Meißner, Kriz Olbricht, Andreas von Ow, Liesl Raff, Franziska Rist, Dietrich Roeschmann, John Smith, Michael Stickrod, Milica Tomić, Maristella Witt, Young Boy Dancing Group, Ilja Zaharov