Daihatsu-Rooftop-Gallery. 7. Intervention: Social Distancing? Sure! But I am just a sculpture! Es geht hier nicht um Neurosen, ihr Mimosen! von Julia Haugeneder
Daten
– DAIHATSU ROOFTOP GALLERY, Kunst im öffentlichen Raum Wien, KöRBeschreibung
Vom 16. bis zum 20. November ist die Galerie täglich nachmittags unterwegs und parkt auf einem beliebig freien Parkplatz in der Berggasse zwischen 15 und 17 Uhr.
Die Daihatsu-Rooftop-Gallery ist ein mobiles Präsentationsdisplay für zeitgenössische Skulptur/Installation und Performance.
Auf einem modifizierten Dachträger eines japanischen Kleinwagens präsentiert die Galerie im öffentlichen Raum Wiens zwischen dem 13. August und dem 14. Dezember 2020 Skulpturen von neun Künstler*innen. Diese nehmen Bezug auf bestimmte Gegenden der Stadt, die von der Daihatsu-Rooftop-Gallery für eine Woche pro Skulptur täglich befahren werden.
„Unter dem Pflaster der Strand“ lautetet ein Slogan der spontaneitätsversessenen und institutionskritischen Situationisten der 60er Jahre. Heute könnte ein Slogan lauten: „Ich will Kunst nicht nur im Museum und auf Instagramm, ich will sie dort wo jeder Bürger hinsehn kann! - Daihatsu! Rauf auf die Dächer dieser Stadt!"
Zumindest auf dem Dach dieses Autos zeigen wir zwischen Mitte August und Dezember 2020 skulpturale Arbeiten, Performances und Soundinstallationen im urbanen Raum Wiens. Am Ende der jeweiligen einwöchigen Präsentationsfahrten wird die Daihatsu-Rooftop-Gallery mit der künstlerischen Arbeit auf dem Dach unterwegs sein, auf einer ausgedehnten Fahrt unterwegs durch die Wiener Gemeindebezirke.
Die Daihatsu-Rooftop-Gallery macht zeitgenössiche Kunst einem breiten Publikum jenseits der hermetischen Kunstdiskurse sichtbar und transferiert künstlerische Arbeiten weg von den Podesten in Ausstellungsräumen hinauf auf das Dach eines kleinen Autos, das diesen eine neue Mobilität und Zeitlichkeit verschafft, welche die Stadt als veränderlichen Kontext hinter den gezeigten Arbeiten vorbeiziehen lässt.
Hier geht es nicht um das Neue, sondern um das fröhliche Weiterschreiben einer Ideologie des freien und mobilen „Sich-zeigens“, da draussen in der Welt.
7. Intervention: Social Distancing? Sure! But I am just a sculpture! Es geht hier nicht um Neurosen, ihr Mimosen! von Julia Haugeneder
Julia Haugeneder entwirft mit ihrer Skulptur ein Bild organischer Verschlungenheit, die einen Eindruck von Nähe aber auch körperlicher Verkrampftheit hervorrufen könnte. Die Künstlerin versucht in ihrer Arbeit auf eine offen assoziative Art mit den aktuellen Problemen sozialer und körperlicher Begegnungen umzugehen. Begegnungen im öffentlichen Raum sind zur Zeit oft mit Ängsten und Nervosität verbunden und diese können sich bekanntlich, aus psychosomatischer Sicht, „auf den Magen“ und bildlich gesprochen -„auf den Darm schlagen“. Da scheint die Entscheidung, die DAIHATSU-ROOFTOP-GALLERY mit dieser besonderen Skulptur auf dem Dach vor dem Freud-Museum zu parken, als eine nur allzu logische Konsequenz. Dort wird also diese Vernissage stattfinden. In der darauf folgendenen Woche ist die Galerie in und um den 9. Bezirk unterwegs und parkt täglich für 2 Stunden spontan auf einem freien Parkplatz.
[Quelle: https://web.archive.org/web/20250703110812/https://www.koer.or.at/projekte/daihatsu-rooftop-gallery/#location]
Beteiligte
Peter Fritzenwallner (Konzept), Julia Haugeneder
Objekte
(Archivalien, Publikationen, Werke)
| 2020 | Information: Daihatsu-Rooftop-Gallery (Archivalie) |