Einzelausstellung Drawing shapes and lines of the world we made
Daten
– Christine König Galerie, curated by_vienna 2025, Fragmented SubjectivityBeschreibung
Die Analyse und das Bearbeiten des Fragmentarischen scheint im Werk Olaf Holzapfels in höchst unterschiedlichen Formen und Medien auf. Seine Denk- und Arbeitsweise ist stets gekennzeichnet von einem Drang des Durchleuchtens und Zerlegens der inhärenten Logik von Prozessen und Strukturen. Von seinen frühen, heute hoch-aktuellen Erkundungen von Brüchen in Bildräumen zwischen Computerbildern und Malerei, über skulpturale Raumbilder und architektonische Konstruktionen aus Naturmaterialien im Innen- und Außenraum, bis hin zu Videoarbeiten, welche unterschiedlichste mentale und physische Räume erkunden und poetisch zur Disposition stellen. Grundlage bildet immer sein Kreisen um Materialitäten unserer physischen Welt, sowie eine fortwährende Infragestellung der künstlichen Grenzziehungen zwischen analog und digital, Kunst und Handwerk, Hochkultur und volkstümlichen Traditionen. Hierbei wandelt er die vertraute Kennzeichnung eines Gegenstands ab, ohne aber dabei die Kennung, also seine Verortung innerhalb der Netze von kultureller Zugehörigkeit und sozialer Symbolik, auszulöschen.
Seine Strohbilder sind erkennbar aus Stroh gefertigt und die Halme bilden die erhabenen Linien abstrakter Kompositionen. Diese Kompositionen können rhythmisch auseinanderlaufen, wie auch streng geometrisch organisiert sein. Es geht Olaf Holzapfel zuerst weniger um die Symbolik des Strohs oder die Gestaltung einer reinen Oberfläche, sondern vielmehr um die praktische Anwendung und das, was sich aus dieser ergibt. Dieses Ausloten der Anwendungsmöglichkeiten nimmt er konsequent ernst und wertet sie um, schafft so einen material-basierten Entscheidungsraum, welcher immer im Mittelpunkt seiner künstlerischen Praxis steht. Das Material stellt sich in seinen Arbeiten somit selbst aus und kreiert damit seinen eigenen Sinn.
Kathleen Reinhardt ist seit 2022 Direktorin des Georg Kolbe Museums in Berlin, zuvor war sie Kuratorin für zeitgenössische Kunst am Albertinum (Staatliche Kunstsammlungen Dresden). 2026 kuratiert sie den Deutschen Pavillon auf der 61. Biennale von Venedig.
Olaf Holzapfel, geboren 1967 in Dresden, lebt und arbeitet in Berlin und Südbrandenburg. Seine Arbeiten wurden mehrfach international gezeigt, darunter 2017 auf der documenta 14 und 2011 auf der 54. Biennale von Venedig.
[Quelle: Einladung]
Beteiligte
Objekte
(Archivalien, Publikationen, Werke)
| 2025 | Telepathy Curating (Text) | |
| 2025 | Ausstellungsinformation: Drawing shapes and lines of the world we made (Archivalie) |
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| 2025 | Einladung: Drawing shapes and lines of the world we made (Archivalie) |
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