Gruppenausstellung Science/Fiction – A Non-History of Plants

Daten

– FOTO WIEN 2025, Foto Arsenal Wien

Beschreibung

Was, wenn Pflanzen intelligenter wären, als wir denken? Wenn sie beobachten, kommunizieren – vielleicht sogar träumen?

Eine Blume, zugleich organisch und digital, erscheint als hybrid gestaltetes Wesen – ihr technologischer Schimmer lässt sie zwischen Natur und künstlicher Welt schweben. Agnieszka Polskas The Book of Flowers (2023) eröffnet mit dieser Ambivalenz eine neue Perspektive auf Mensch, Natur und Technik – nicht als leeres Fantasiegebilde, sondern als kreative Kraft und Ausdruck eines symbiotischen Zusammenlebens – ein Spiegel dessen, was diese Gruppenausstellung verspricht: ein Grenzgang zwischen Wissenschaft, Kunst und spekulativer Imagination.

FOTO ARSENAL WIEN präsentiert mit Science/Fiction – A Non-History of Plants eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Geschichte von Pflanzen in Fotografie und lens-based media, die Kunst, Technologie und Wissenschaft vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart verbindet. Anstelle einer linearen Chronologie folgt die Ausstellung dabei zwei thematischen Schwerpunkten: Wissenschaft und Fiktion.

Gegliedert in sechs Kapitel orientiert sich die Ausstellung an einem Science-Fiction-Roman: Sie beginnt mit der Idee einer stabilen, erkennbaren Welt und lässt dann nach und nach ungewisse, unerwartete Realitäten sichtbar werden. Die gezeigten historischen und zeitgenössischen Positionen überwinden die üblichen Gräben zwischen Fiktion und Realität, Wissenschaft und Kunst. Sie brechen aus starren Kategorien aus, um die Komplexität pflanzlichen Lebens und die tiefgreifenden Verbindungen zum Menschen einzufangen. Science/Fiction – A Non-History of Plants bietet die Gelegenheit, die Pflanzenwelt innerhalb unterschiedlicher Medien – vom statischen bis zum bewegten Bild – zu erkunden, und zugleich die dahinterstehenden Foto- und Filmtechniken nachzuvollziehen, die ja zunächst für botanische Studien eingesetzt wurden.

Anhand von Beispielen aus Wissenschaft und Science-Fiction werden neue Betrachtungsweisen ermöglicht, die nicht allein von Fortschritt und Modernität geprägt sind, sondern sich vielmehr parallel mit den Beschränkungen des Planeten auseinandersetzen. Die menschliche Perspektive wird grundlegend hinterfragt und teilweise sogar gänzlich hinter sich gelassen: So entstehen emanzipatorische Erzählungen, die den Pflanzen einen Ort und eine Stimme verleihen.

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem MEP – Maison Européenne de la Photographie, Paris entstanden.
Kuratorin für FOTO ARSENAL WIEN: Mona Schubert
Kuratorinnen für MEP: Clothilde Morette und Victoria Aresheva

Zur Ausstellung ist ein Buch bei Spector Books, Leipzig erschienen.

[Quelle: https://web.archive.org/save/https://www.fotoarsenalwien.at/de/ausstellung/science-fiction-a-non-history-of-plants]

Beteiligte

Anna Atkins, Karl Blossfeldt, Henry Bradbury, Stan Brakhage, Jean Comandon, Gohar Dashti, Agnes Denes, Rebekka Deubner, Elspeth Diederix, Kalev Erickson, Constantin Freiherr von Ettingshausen, Éléonore False, Joan Fontcuberta, Freddie Francis, Olga Grotova, Laure Albin Guillot, Ulrik Heltoft, Ömer Ali Kazmar, Samir Laghouati-Rashwan, Jochen Lempert, Angelika Loderer, Angelica Mesiti, Friedrich Wilhelm Murnau, Alice Pallot, Agnieszka Polska, Max Reichmann, Albert Renger-Patzsch, Almudena Romero, Philippe Roux, Miljohn Ruperto, Steve Sekeley, Timur Si-Qin, William Henry Fox Talbot, Richard Tepe, ThePsycholudicResearchGroup, Anaïs Tondeur, Edward Weston

Objekte

(Archivalien, Publikationen, Werke)

2025 Vom Liebreiz einer Zucchiniblüte und der Hinterlist böser KI-Blumen (Text)
2025 Einladung: Science/Fiction – A Non-History of Plants (Archivalie)
2025 Zwischen Nostalgie und Futurismus: Foto Wien startet wieder (Text)