OSTRALE Biennale 2019. ismus

Daten

– OSTRALE. Zentrum für zeitgenössische Kunst

Beschreibung

Die zweite Biennale und somit die 12. OSTRALE widmet sich dem Leitgedanken "ismus".

Reine Nostalgie? Ismen werden zumeist als Dogmen, Gegenüberstellung, Kunstbegriff, Gesellschaftswerte eingesetzt. Immer vom Menschen hervorgebracht, sind sie auch Abgrenzungen zu anderen Weltbildern. Trotzdem oder gerade wegen dieser Kraft des individuellen Geistes und der kollektiven Verbundenheit gelten sie ebenso als für „Freiheit" empfundene Neuwertbestimmung.

Das Subjekt und die kollektive Wahrnehmung sind auch in der Kunst untrennbar mit den laufenden Diskursen verbunden. Die neuen Medien lassen auch hier zunehmend ein Austesten der Grenzen zu. Während gegenwärtig mit Digitalem Wandel und Virtual Reality die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zunehmend stärker verwischen, werden althergebrachte „ismen" wieder herangezogen um unsere Werte und Weltsicht zu stützen, sie zu verteidigen, zu stabilisieren.

Was ist Kunst, was kann Kunst und insbesondere, was darf Kunst?

Sollten wir resetten, zurücksetzen, Geisteshaltungen und Lebenseinstellungen neu betrachten, Ismus als Besprechung und Geisteshaltung heranziehen, den erweiterten Kunstbegriff als universale Bestimmung der menschlichen Kreativität auf alle Bereiche der lebensweltlichen Wirklichkeit "ismus" lenken?

Konzepte, soziale Bewegungen und Phänomene wie Ideologismus, Terrorismus, Territorialismus, Naturalismus, Feminismus, Animismus, Konsumismus und Dystopismus werden in den für die Ausstellung von den Kuratoren ausgewählten Kunstwerken untersucht, hinterfragt und reflektiert. Jeder Künstler hat einen anderen Ansatz und eine andere Perspektive und verbindet sich oft mit mehr als einem der oben genannten Themen zur gleichen Zeit.

WomanIsm ist eines der Kernthemen in diesem Kontext, welches in den Jahren 2019-2020 weiter erforscht und im Fonds TURN der Bundeskulturstiftung (by the TURN Fund of the German Federal Cultural Foundation) maßgeblich unterstützt wird. In dessen Rahmen werden Künstlerinnen aus Deutschland und Afrika gemeinsam die Situation von Frauen und Frauenrechten durch künstlerische Zusammenarbeit, unter der Leitung der Kuratorin Syowia Kyambi (Kenia) untersuchen.

Das Artist in Residence-Programm der OSTRALE ermöglicht es den beteiligten KünstlerInnen in Dresden gemeinsam an kooperativen künstlerischen Projekten zu arbeiten, Ideen und Erfahrungen auszutauschen, Konzepte für kooperative Kunstwerke zu entwickeln und zu realisieren.

Darüber hinaus waren während der Aufbauphase der Ausstellungen KünstlerInnen und Performer aus Hongkong, Malta, Südkorea, Israel, Indonesien, Ungarn, Österreich, Italien, Türkei, Japan, China, Portugal, Spanien, Russland, und andere eingeladen vor Ort ihre Arbeiten zu entwickeln und aufzubauen.

Orte der Ausstellung: historische Tabakfabrik f6 in Dresden-Striesen, Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden, Goethe-Institut Dresden, Ausländerrat Dresden, E. Kunst- und Kulturverein Alte Feuerwache Loschwitz, art SAP Galerie

Kuratoren: Drorit Gur Arie/Israel, Yik Chow/Hongkong, Syowia Kyambi/Kenia, Toni Sant/Malta, Antka Hofmann, Andrea Hilger

[Quelle: https://web.archive.org/web/20260710101851/https://ostrale.de/de/Archiv/archiv-ostrale-biennale-O19.html ]

>>>>> Die Liste der Beteiligten dieser Gruppenausstellung ist unvollständig. Hinweise bezüglich weiterer Beteiligter nehmen wir gerne entgegen.
>>>>> The list of participants of this group exhibition is not complete. Please contact us if you have information about further participants. [basis wien,14.07.2019]

Beteiligte

Stefan Brandmayr, Csaba Fürjesi, Urban Grünfelder, Michael Heindl, Lena Lapschina