Gruppenausstellung Death Positive. Gestorben wird immer

Daten

– Nordico - Museum der Stadt Linz

Beschreibung

Wir alle ster­ben. End­lich eine Gemein­sam­keit, auf die Ver­lass ist. Trotz­dem schie­ben wir den Tod gern weg – bis er plötz­lich da ist. Ganz nah. Dann kom­men die Fra­gen: Was geschieht mit dem Kör­per? Wer ent­schei­det? Wie wol­len wir bestat­tet wer­den? Was spen­det uns Trost?

Death Posi­ti­ve ist nicht nur Aus­stel­lungs­ti­tel, son­dern eine Bewe­gung: Sie holt den Tod mit­ten ins Leben und setzt auf einen offe­nen, infor­mier­ten Umgang mit Ster­ben, Tod und Trau­er. Denn über das Ster­ben zu reden hat noch nie­man­den umge­bracht. Auch Humor kann hel­fen: Er schafft Abstand, wenn etwas zu nah kommt, und macht mög­lich, über das Unaus­weich­li­che zu spre­chen.

Die Aus­stel­lung blickt auf Kör­per, Ritua­le, Recht, Reli­gi­on, Medi­zin und Geschäft, auf Abschied, Trau­er und Erin­ne­rung. Zwi­schen Klapp­sarg und Pilz­ur­ne, Herz­stich und Bucket­list, Lei­chen­schmaus und Vinyl-Bestat­tung zeigt sie, wie viel­fäl­tig unser Umgang mit dem Tod ist.

Kunst­wer­ke, Instal­la­tio­nen, Video- Inter­views und Objek­te aus Samm­lung und Leih­ga­ben grei­fen das Memen­to Mori auf – die Erin­ne­rung an die eige­ne End­lich­keit. Auch Linz hat sei­ne Geschich­ten und Orte des Ster­bens. Die Schau Death Posi­ti­ve lädt ein zum Reflek­tie­ren, Mit­füh­len und Inne­hal­ten. Denn letzt­lich geht es nicht nur um die Toten, son­dern um Bezie­hun­gen, Erin­ne­rung und das Leben nach dem Ver­lust.

Der Tod ist nicht das Gegen­teil des Lebens. Er ist mit­ten­drin. Also reden wir dar­über, bevor es zu spät ist.

[Quelle: https://web.archive.org/web/20261022144526/https://www.nordico.at/ausstellungen/death-positive]

Beteiligte

Marina Abramovic, Leo Adler, Branko Andric, Siegfried Anzinger, Chiho Aono, Ludwig Aspöck, Valentin Bernauer, Renate Bertlmann, Gerhard Brandl, Dietmar Brehm, Norbertine Bresslern-Roth, Klemens Brosch, Wilhelm Camerloher, Theresa Cellnig, Olia Fedorova, Margit Feyerer-Fleischanderl, Leonor Fini, Paul Flora, Bernhard Fuchs, Robert Gabris, Beate Gatschelhofer, Franz Glaubacker, Vincent van Gogh, Hilde Goldschmidt, Birke Gorm, Gregor Graf, Katharina Gruzei , Ursula Guttmann, Hermann Haider, Karl Hayd, Inga Hehn, Heinrich Heidersberger, Mathilde ter Heijne, Franz Kapfer, Karl-Heinz Klopf, Anatol Knotek, Paul Kranzler, Klaudia Kreslehner (Kurator/in), Auguste Kronheim, Alfred Kubin, Sabine Köstler, Kurt Lackner, Maria Lassnig, Rudolf Leitner-Gründberg, Linda Luse, Andrea Lüth, Haruko Maeda, Johanna Mark, Mary Mayrhofer, Sonja Meller, Stefanie Moshammer, Mujeres Creando, Maria Nalbantova, Fanny Newald, Margit Palme, Monika Pichler, Georg Pinteritsch, Roswitha Potocnik, Remo Rauscher, Patrick Raynaud, Heinz Ritter, Franz Sedlacek, Lou Seidl, Severin Standhartinger, Ingeborg Strobl, Oswald Tschirtner, Vildan Turalic, Timm Ulrichs, VIDEO SCKRE, Anton Watzl

Objekte

(Archivalien, Publikationen, Werke)

2026 Nordico-Museum stellt sich in Linz dem Tod (Text)