Schöne neue Arbeit. Zur Repräsentation von Arbeit im Kino

Daten

– Depot, Kunst und Diskussion

Beschreibung

Oft streift die Kamera Arbeitende, und es scheint, als müsse man im Film nicht arbeiten. Und doch, im gleichen Moment, wird Arbeit allgegenwärtig, nämlich als "menschliche" Tätigkeit. In dieser theoretischen Leere des filmischen Blicks wird Arbeit als "Beruf" subkutan nur als zusätzliches Gestaltungsmittel für die oft stereotypen Imageklischees der Figuren der Szene gesetzt. Werden Fabrik und Moral schließlich zu einem einzigen Disziplinarbegriff verschmolzen, droht das Kino zur Fortsetzung der Fabriksarbeit mit filmischen Mitteln zu werden. In der anlässlich der "2. Internationalen Filmtage des Politischen Films - Schöne neue Arbeit" stattfindenden Diskussion werden ästhetische Formen wie politische Möglichkeiten aufgezeigt, den "unausweichlichen" Leitbildern des Arbeitens eine reflexive Distanz entgegenzusetzen.
(Programmtext)

Beteiligte

Ramón Reichert, Drehli Robnik, Vrääth Öhner

Objekte

(Archivalien, Publikationen, Werke)

2000 Programm: Depot April 2000 (Archivalie)