Einzelausstellung Otto Beckmann. Zwischen Mystik und Kalkül/Between Mysticism and Calculus

Daten

– Neue Galerie Graz

Beschreibung

Mit Otto Beckmann würdigt die Neue Galerie einen Künstler, der seine Bedeutung vor allem seiner Rolle als Pionier der Computerkunst verdankt. Bereits in den dreißiger Jahren entwickelte er erste Gedanken zur künstlerischen Formgebung auf Basis mathematischer Methoden, wobei sein Hauptaugenmerk auf der praktischen Anwendung von Algorithmen lag. 1966 rief er die Arbeitsgruppe "ars intermedia" ins Leben, die sich vorwiegend mit Computerkunst befaßte. Beckmann nahm an wegweisenden Ausstellungen teil (u. a. an den Ausstellungen der "Tendencije"-Reihe in Zagreb), pflegte Kontakte mit zahlreichen anderen Protagonisten der Computerkunst, so beispielsweise mit Marc Adrian, Kurt Alsleben, Frieder Nake, Georg Nees, um nur einige zu nennen.

Für Beckmann ebenso bezeichnend war jedoch auch ein metaphysisches Weltverständnis, wobei die Mathematik für ihn einen Weg darstellte, verborgene, verdeckte Strukturen hinter allem Sichtbaren aufzuspüren. U. a. beschäftigte sich Beckmann intensiv mit der Gnosis und den Lehren des Neuplatonismus und der Pythagoreer. Eine Kunst, die sich allein in technischen Verfahren und Methoden verliert, hat ihn nicht interessiert. So betrachtete er auch den Computer als "evokatives Kunstinstrument", mit dessen Hilfe er die Gesetzmäßigkeiten des Kosmos zu ergründen suchte.

(Quelle Homepage Neue Galerie Graz)

Beteiligte

Otto Beckmann, Peter Peer, Peter Weibel

Objekte

(Archivalien, Publikationen, Werke)

2008 Neue Galerie Graz 2008 (Publikation)
2008 Otto Beckmann. Zwischen Mystik und Kalkül (Publikation)
2008 Einladung: Otto Beckmann. Zwischen Mystik und Kalkül/Between Mysticism and Calculus (Archivalie)