Markus Proschek. Anlage M
Daten
– Galerie 5020Beschreibung
Anlage M ist eine symbolische Repräsentation faschistischer Triebökonomie.
Ausgehend von nationalsozialistischen Relikten in Salzburg konstruiert Markus Proschek Darstellungen typischer nazistischer Leitmotive. Säubern, Trennen und Ordnen konstituieren ein zu Posen erstarrtes Körperbild, in dem Weiblichkeit nur in Form einer klinisch überhöhten Mutterfigur, und der soldatische Mann nur mehr durch den Typus seiner „Schicksalsgemeinschaft“ repräsentiert wird. Der Charakterpanzer (wie ihn Wilhelm Reich treffend bezeichnet) kommt selbst auf den Seziertisch und gibt seine Ängste vor der Vermischung und Beschmutzung, der vorher doch so aufwändig konstruierten Rassen und Geschlechterrollen, sowie seinen Wunsch in die geleitete Masse einzufließen preis.
[Quelle: http://www.galerie5020.at/]
Beteiligte
Anselm Kiefer (Rede), Markus Proschek
Objekte
(Archivalien, Publikationen, Werke)
| 2009 | Einladung: Markus Proschek / Esther Moises (Archivalie) |
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| 2009 | Ideologie auf dem Seziertisch (Text) |