Gruppenausstellung 1968 + 1989. Tschechische Schicksalsdaten

Daten

– Eyes On - Monat der Fotografie Wien 2014, Tschechisches Zentrum

Beschreibung

Die Ausstellung präsentiert Arbeiten von zwanzig führenden tschechischen Fotografen, die zwei bedeutende politische Umbrüche der neueren Geschichte ihres Landes festhalten.
In der Nacht vom 20. auf den 21. August 1968 marschierten die Streitkräfte der Sowjetunion, Polens, Ungarns, Bulgariens und der DDR in die Tschechoslowakei ein, um dem Prager Frühling, der das bestehende kommunistische Regime mithilfe moderater Reformen demokratisieren wollte, gewaltsam ein Ende zu bereiten. Es begann die Normalisierung, gegen die Jan Palach, Jan Zajíc und Evžen Plocek mit aufsehenerregenden Selbstverbrennungen protestierten. Ihre Opfer trugen erst zwei Jahrzehnte später Früchte. In den Jahren 1987–1989 verlagerte sich der immer offensichtlichere Widerstand auf die Straßen und leitete den Zerfall des Regimes ein.
Die Kuratorin Dana Kyndrová, selbst Fotografin, begann anlässlich des 40. Jahrestages der Niederschlagung des Prager Frühlings die besten Aufnahmen tschechischer Autoren zum Thema zusammenzutragen. Die Recherche beanspruchte drei Jahre, wurde um Werke, die die Befreiung des Landes 1945 dokumentierten, erweitert und unter dem Titel „1945 Befreiung … 1968 Okkupation / Die Sowjetarmee in der Tschechoslowakei“ in der Galerie Mánes in Prag präsentiert. Thematisch ähnliche Werkschauen im Deutschen Bundestag (Paul-Löbe-Haus) und für das tschechische Außenministerium folgten. Die Wiener Ausstellung setzt sich aus bedeutenden Fotografien dieser Projekte zusammen.

[Quelle: http://eyes-on.at/]

Beteiligte

Radovan Bocek, Karel Cudlín, Bohumil Dobrovolský, Jaroslav Kucera, Dana Kyndrová (Kurator/in), Libuse Kyndrová, Vladimir Lammer, Milon Novotný, Vaclav Toužimský, Jiri Všetecka, Jan Šibík, Alena Šourková

Objekte

(Archivalien, Publikationen, Werke)

2014 Programm: eyes on - Monat der Fotografie Wien (Archivalie)