Zeitschrift springerin 1/06. Kollektive Amnesien

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springerin 1/06. Kollektive Amnesien. 2006 [Inhaltsverzeichnis] (pdf )

Daten

Verlag: Folio Verlag

ISSN: 1029-1830

Eigenschaften

deutsch

Mitwirkung

Herausgeberschaft: springerin. Hefte für Gegenwartskunst

Erwähnung: Rainer Bellenbaum, Christa Benzer, Zeljko Blace, Süreyyya Evren, Kathi Hofer, Christian Höller, Michael Loebenstein, Alessandro Ludovico, Naeem Mohaiemen, Marc Ries, David Riff, Walter Seidl, Pelin Tan, Mara Traumane, Visible, Yvonne Volkart, Klaus Walter, Sibel Yardimci, Catherina Zakravsky

Beschreibung

Umfangsangabe: 96 S. : zahlr. Ill. // In den übervollen digitalen und analogen Archiven der Gegenwart erscheint der Zugriff auf Materialien künstlerischer oder politischer Bewegungen leichter denn je. Erinnerungskultur, einschließlich ganzer »Gedenkjahre«, ist ein mächtiger Zweig des Kulturbetriebes geworden. In dessen allgegenwärtiger Arbeit an und mit der Geschichte ereignen sich aber auch eigenartige Ausblendungen und Klitterungen, Verdrängungen und Verwerfungen. Nicht dass damit ein gezielter Gedächtnisverlust einhergehen würde, aber die Wirkungen mancher Arten von Geschichtsaufarbeitung kommen einem solchen gefährlich nahe. Das vorliegende Heft sucht nach Themen und Figuren von kollektiven Amnesien und fragt nach deren Hintergründen. Da sind zunächst die zahlreichen Verknotungen von individuellen und kollektiven Geschichten, welche in der aktuellen Kunst aus Erinnerungslücken und Zeitlöchern geborgen werden. Das sind in Vergessenheit geratene Figuren wie der russische Philosoph Michail Lifschitz, der für eine junge KünstlerInnengeneration provokante Anknüpfungspunkte im Hier und Heute bietet. Und da sind unbewältigte historische Kapitel wie etwa die Berliner Afrika-Konferenz 1884/85, die Anlass zu einem umfassenden Bildbeitrag in dieser Nummer gegeben hat.
Dass Großveranstaltungen wie die Istanbul-Biennale sich gerne mit zeitgeistigem Flair umgeben, traumatische Geschichtskatastrophen wie die Genozide an KurdInnen und ArmenierInnen darin aber weitgehend ausgespart bleiben, wird in einer eigenen Sektion diskutiert. Schließlich kommt auch das fatal kurze Gedächtnis imperialer Unternehmungen wie jenes der USA im Irak zur Sprache. Dazu beleuchtet ein Künstlerprojekt, was es heißt, wenn mitten in der westlichen Gesellschaft arabischstämmige StaatsbürgerInnen plötzlich unter Generalverdacht stehen. [Quelle: www.springerin.at, 01.11.2017]

Bestand

Dieses Objekt befindet sich im Archiv der basis wien [6.00.SPRIN.040]. Standort 1150 Wien. Kontakt: T +43 (0)1 5226795, office@basis-wien.at

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