Performance Akemi Takeya. Multiple Space
Basics
– Essl MuseumDescription
"Ich pendle permanent zwischen der eigenen Aktion und einer Reaktion darauf, befinde mich in einer interaktiven Situation zwischen mir selbst, dem Raum und dem Sound der Performance, um diesen einen Zeitpunkt einzufangen, in dem ich in mir ein Gleichgewicht all dieser Dimensionen erreicht habe." (Akemi Takeya)
Performance ist für Akemi Takeya ein künstlerisches Ausdrucksmittel um das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Körper und Stimme zu thematisieren. Beide Komponenten, Stimme und Körper, werden im Verlauf von fünf Akten immer dichter übereinandergelegt und ineinander verwoben. So entsteht ein kontinuierlicher Verlauf von Eigenständigkeit und Einfachheit hin zur Komplexität auf beiden Ebenen, analog zur Entwicklung des menschlichen Spracherwerbes, der spannende Momente mit sich bringt. Verschiedenste Aspekte des Zusammenhangs zwischen Raum, Lauten und dem Körper werden thematisiert. Jede Phase dieser akustischen Entwicklung wird aufgezeichnet und während dem darauffolgenden Akt eingespielt und stellt somit eine Interpretation der im vorangegangenen Teil produzierten und aufgenommenen Töne dar.
Das Hauptaugenmerk liegt auf der Laut- und in weiterer Folge Spracherzeugung durch die Verwendung des Körpers als Instrument. Das Konzept der Performance basiert auf der Mutation des Raumes durch Bewegung, woraus die Entstehung von Tönen und Geräuschen resultiert. Durch Atmung entstehen im Körper zwei Luftströme, die wiederum Vibrationen hervorrufen, welche in Interaktion mit dem Körper Laute produzieren. In weiterer Folge ist zu beobachten, wie der Atmungsprozess durch Bewegungen beeinflusst werden kann und so die innere Energie verschiedene Töne produzieren kann. Diese Performance stellt eine Synchronisation zwischen dem Atmungsmechanismus des menschlichen Körpers einerseits und einem massiven geometrisch konstruiertem Sound, der wie ein eigenes Kunstobjekt im Raum steht, andererseits dar. Beide, sowohl Atmung als auch Sound, werden in Zeit und Raum modifiziert. Wenn es uns gelänge, Sensibilität für diesen permanent vibrierenden gasförmigen Körper in uns zu entwickeln, würden wir auch ein Bewusstsein für den Mikrokosmos in uns entwickeln können und könnten so diesen "Breath-Body" mit seiner ständig wechselnden Form als Motiv für Bewegung und seinem Potential, Laute zu produzieren, wahrnehmen.
[Quelle: https://web.archive.org/web/20180903175528/http://sammlung-essl.at/jart/prj3/essl/main.jart?content-id=1465039459955&rel=de&article_id=1399965032684&x=1&event_id=1399965032686&reserve-mode=active]
Objects
(Archival material, Publications)
| 2001 | Information: Akemi Takeya. Multiple Space (Archival object) |
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