Solo exhibition Sharon Ya'ari. Plants I didn't ask for, ones I did

Basics

– Galerie Martin Janda, Raum aktueller Kunst

Description

Für seine neueste Werkserie hat Sharon Ya'ari alle Pflanzen katalogisiert, die im Garten seines Hauses wachsen. Er fotografiert sie systematisch und entwickelt die Bilder als analoge Abzüge. Fast wie architektonische Fragmente erscheinen die Pflanzen als erstarrte Zeitzeugen und Symbole für Vergänglichkeit und Entwicklung.

Die Ausstellung basiert auf drei Praktiken:
Zunächst lokalisiert, identifiziert und katalogisiert der Künstler alle Pflanzenarten aus seinem persönlichen Archiv an Fotos und Bildern, die im Garten des Hauses entstanden sind, in dem er aufgewachsen ist und wo er heute mit seiner Familie lebt. „Das Archiv umfasst Kindheitsfotos, auf denen ich im Garten zu sehen bin, Bilder, die ich als junger Amateurfotograf aufgenommen habe, Aufnahmen von Besuchen und verschiedenen Anlässen im Laufe der Jahre sowie Familienfotos, auf denen der Garten als Kulisse diente, um die Kinder im Alltag und zu besonderen Anlässen festzuhalten.“ (Ya'ari)
Aus dieser vielfältigen Sammlung von Fotografien, die verschiedene Formate und Genres umfasst, erstellte Sharon Ya'ari einen Index von über 200 Pflanzenarten – Arten, die im Lauf von 54 Jahren in den verschiedenen Erscheinungsformen dieses kleinen Gartens wuchsen: „Jahre eines Gartens beinahe ohne Gartenarbeit.“ (Ya'ari)

Der Künstler fotografierte daraufhin ein ganzes Jahr lang alle einjährigen Unkräuter, die im Garten wuchsen. Diese saisonalen „wilden“ Unkräuter, die immer wieder zurückkehren und wuchern, werden in einem gepflegten Garten oft als bedrohlich und fremd empfunden – doch zu verschiedenen Zeiten waren sie eine dominierende Kraft in der Gartenlandschaft. Die Gräser werden mitsamt ihren Wurzeln ausgerissen, was einen fotografischen Zeitrahmen von wenigen Minuten erzwingt, bevor sie verwelken. Sie werden auf einem tragbaren Studiotisch bei natürlichem Licht fotografiert.

Dann gibt es Fotografien von saisonalem Gemüse, das Ya'ari in einem kleinen Beet eigens zum Zweck des Fotografierens zieht. „Oft sind sie nicht wirklich essbar – aber auf jeden Fall fototauglich. Die Aufnahmen entstehen im Freien, nachts, unter künstlichem Licht.“ (Ya'ari)

Die Fotografien der Unkräuter und Gemüse sind als analoge Silbergelatin-Prints ausgearbeitet; die Indexfotos und -seiten sind digital gedruckt.
Plants I didn’t ask for, ones I did ist eine Werkgruppe, die in den letzten zwei Jahren entstanden ist und sich mit der Idee von Zuhause und Fragen nach Zugehörigkeit auseinandersetzt.

Sharon Ya'ari, geboren 1966 in Holon (IL), lebt und arbeitet in Tel Aviv (IL).

[Quelle: Einladung]

Participants

Sharon Ya`ari

Objects

(Archival material, Publications)

2026 Ausstellungsinformation: Sharon Ya'ari. Plants I didn't ask for, ones I did (Archival object)
2026 Einladung: Sharon Ya'ari. Plants I didn't ask for, ones I did (Archival object)