Reinhold Zisser. Notgalerie Seestadt

Basics

– Kunst im öffentlichen Raum Wien, KöR, Notgalerie, Öffentlicher Raum Wien (Veranstaltungsort)

Description

Temporäres Projekt, Ulanenweg 51 (Phase I) bzw. Urbanes Feld, Seestadt Aspern (Phase II), 1220 Wien

Bei der notgalerie handelt es sich um eine ehemalige Holzkirche, welche 1946 als Notkirche errichtet wurde. Vor zwei Jahren wurde sie vom Wiener Künstler Reinhold Zisser zur notgalerie umfunktioniert und versteht sich seither als Gesamtinstallation. Ein angekündigter Abriss war das Initial für das vorliegende Projekt der Translokation in die Seestadt Aspern. Die notgalerie wurde hierbei Brett für Brett zerlegt, transportiert und am neuen Standort wieder aufgebaut. Dabei konfrontierte sich die lange Historie, welche sich am Brachland des originalen Standortes über Jahrzehnte konserviert hat, mit der rasant voranschreitenden Entwicklung des Wiener Stadtrandes, der mit dem Projekt der Seestadt eines der Zentren der Wiener Stadtentwicklung darstellt. Das Projekt der notgalerie findet in zwei Phasen statt.

Phase I
In Phase I (14. bis 29. Juli 2017) befand sich die notgalerie noch an ihrem ursprünglichen Standort am Ulanenweg 51 in der Donaustadt. Phase I endete mit dem kompletten Abbau der notgalerie am ersten Standort. Die Stadien dieses Prozesses wurden bei den Veranstaltungen im Juli von KünstlerInnen durch Installationen, Interventionen und Performances aufgegriffen und kommentiert.

Phase II
startete mit dem fertigen Aufbau der notgalerie Seestadt am 21. September 2017 und läuft bis Juli 2018.

Bei der Eröffnung der Phase II präsentierte sich das Gebäude der notgalerie von Reinhold Zisser als raumgreifende Installation. Rainer Stadlbauer vollzog mit seinem Plan Brut auch den Umzug vom Ulanenweg zur Seestadt. Die Textinstallation aus der Performance von Peter Fritzenwallner aus Phase I bettet sich hier erstmals in den Gesamtkontext der notgalerie Seestadt. Ebenfalls mit Zeichen arbeitete der junge Architekt und Assistent der notgalerie Kristijan Icevski, der das gesamte Gebäude nummerierte. Diese Zeichen, Zeugen der eben stattgefundenen Translokation, blieben bei der ersten Eröffnung noch als Artefakte dieses Prozesses erhalten. Christoph Srbs Wanderbar erfuhr ebenfalls diesen Ortswechsel. Der während des Abbaus von Christoph Schwarz gedrehte Film Christoph hat die Marillen organisiert, trinkt Bier und nennt das dann Controlling zeigt Szenen des stattgefundenen Abbaus. Am Fahnenmast des Grundstücks installiert Luisa Kasalicky mit der Arbeit synonym für synonym eine Flagge, welche die nun endgültige Landung der notgalerie in der Seestadt Aspern bedeutet.

[Quelle: https://web.archive.org/web/20251006033914/https://www.koer.or.at/projekte/notgalerie/]

Participants

Martin Chramosta, Peter Fritzenwallner, Golden Pixel Cooperative, Kristijan Icevski, Luisa Kasalicky, Boris Manner, Maya Minder, Christoph Schwarz, Christoph Srb, Rainer Stadlbauer, Kristin Weißenberger, Reinhold Zisser

Objects

(Archival material, Publications)

2021 KÖR #5 Wien. Kunst im öffentlichen Raum Wien 5. 2017–2019 (Publication)