Solo exhibition Marko Zink. Der Raum zwischen den Wellen
Basics
– Black Hole ContemporaryDescription
Ist es so? So ist es natürlich nicht. Diese Bilder erzählen mehr von dem, was wir nicht sehen, als von dem, was sie preisgeben. Sie sind merkwürdig schweigsam, unberedt, nicht geschwätzig, trotz ihrer üppigen Farbigkeit still, fast stumm. Etwas fehlt, und natürlich ist man geneigt zu glauben, der Mensch als Träger (von Bedeutung, von Zuschreibung oder auch nur von Kleidung) sei das fehlende Element. Aber dem ist nicht so: was den Eindruck von Flüchtigkeit, von einer leeren Mitte hinterlässt, ergibt sich aus der Art, wie Marko Zink seine Bilder arrangiert, wie er mit Präsenz und Absenz spielt – und nicht daraus, was wir gerade sehen oder eben nicht sehen. Es sind klassische Kompositionen, die ein Subjekt vermuten lassen, das aber nicht (mehr) da ist. Die Bewegung des Wassers stattet die treibenden Kleider mit einem flüchtigen Volumen aus, hier scheint sich ein Körper anzudeuten, dort hat er seine Kleidung gerade abgelegt, die am Grund stehenden Schuhe wirken wie eben erst abgestreift. Zink appelliert an unsere Vorstellungskraft wie wir das eher von Malern, als von Photographen kennen. Die Kleidungsstücke im Meer flirren wie optische Täuschungen einer Fata Morgana, sind da, aber auch gleich wieder weg. (c) Matthias Herrmann
[Quelle: https://web.archive.org/web/20260930103000/https://blackholecontemporary.com/]