Solo exhibition Ulrike Königshofer. Die Rückseite des Sehens
Basics
– Eyes On - Monat der Fotografie Wien 2012, das weisse hausDescription
Aus der eigenen Wahrnehmung kann man nicht heraustreten, es gibt keine Anschauung „dahinter“. Wie wahr sie ist, kann darum aus Prinzip nicht festgestellt werden. Diese Abgeschiedenheit, die subjektive Endgültigkeit der eigenen Empfindungen machen es schwierig als auch interessant, diese selbst zu hinterfragen. Die Ausstellung „Die Rückseite des Sehens“ tut dies und blickt sozusagen hinter die Wahrnehmung.
Der wahrnehmende Körper ist mit einer Black-Box vergleichbar: All die Vorgänge, die in ihm passieren, sind für das Subjekt prinzipiell nicht erlebbar. Die Empfindungen von etwas verweisen ausschließlich auf dieses andere etwas, sie sagen uns nichts über sich selbst - so können wir ein Objekt sehen, aber wir können nicht das Sehen sehen. Das Dazwischen klammert sich selbst aus, als wäre es einfach nicht vorhanden. Für uns entsteht der Eindruck, wir könnten durch unseren Körper wie durch ein Fenster hindurch auf die Welt zugreifen.
Diese Außenwelt selbst aber gelangt nicht in unseren Verstand, sie ist Ding und nicht Empfindung. Hier findet ein Prozess statt, der Empfindungsqualitäten wie Farbigkeit oder Geschmack erst erzeugt, so ist etwa Geschmack keine messbare äußere Eigenschaft eines Stoffes sondern vielmehr eine des wahrnehmenden Sinnesorgans. Es sind dies letztlich Entitäten, die durch die Betrachtung entstehen und ohne sie überhaupt nicht existieren.
[Quelle: Einladung]
Participants
Objects
(Archival material, Publications)
| 2012 | Programm: eyes on. Monat der Fotografie. November 2012 (Archival object) | |
| 2012 | Einladung: Ulrike Königshofer. Die Rückseite des Sehens // Shelter (Archival object) |
|