Solo exhibition Marcel Odenbach. Beweis zu nichts

Basics

– Kunsthalle Wien

Description

Marcel Odenbach, einer der bedeutendsten Videokünstler der Gegenwart, hat seine erste Personale in der Kunsthalle Wien mit dem Titel eines Gedichtes von Ingeborg Bachmann überschrieben. Beweis zu nichts thematisiert den Fortbestand der Opfer-Täter-Struktur in der deutschen Nachkriegsgesellschaft.

Dass das Thema Vergangenheitsbewältigung aber nicht nur ein europäisches ist, zeigen seine filmischen Arbeiten, die sich mit internationalen Krisenherden und der Versöhnung von Bevölkerungsgruppen nach kriegerischen Konflikten und Genozid auseinandersetzen. Sei es in seinem Film Im Kreise drehen, in dem er sich mit dem Mahnmal am Ort des ehemaligen KZ Majdanek beschäftigt, in einem neuen Film über die Gedenkstätte Buchenwald, der in der Kunsthalle Wien erstmals gezeigt wird, oder in der Videoinstallation In stillen Teichen lauern Krokodile, die den Genozid in Ruanda 1994 thematisiert. In der intensiven Auseinandersetzung mit der Vergangenheit spiegelt Odenbachs Werk den Nachhall des Nationalsozialismus bis in die Gegenwart hinein. Odenbach beobachtet unterschiedliche Kulturen und politische Konstellationen und lässt sie in sein Werk einfließen. Auch die Reflexion über das Vertraute und Fremde, die eigene Biografie und jene anderer sind wichtige Motive seines Werks, das gleichermaßen ästhetisch wie politisch argumentiert.

[Quelle: kunsthallewien.at]

Participants

Vanessa Joan Müller (Kurator/in), Marcel Odenbach

Objects

(Archival material, Publications)

2017 Marcel Odenbach. Beweis zu nichts (Publication)
2017 Schiffbruch in der Deutschstunde (Text)
2017 Ausstellungsinformation: Marcel Odenbach. Beweis zu nichts (Archival object)
2017 Erkennen durch genaues Hinschauen (Text)
2017 Plakat: Marcel Odenbach. Beweis zu nichts (Archival object)
2017 Information: Marcel Odenbach. Beweis zu nichts (Archival object)
2017 In stillen Bildern lauern Krokodile (Text)
2017 Einladung: Marcel Odenbach. Beweis zu nichts (Archival object)