Magazine springerin 3/01. Global Players

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springerin 3/01. Global Players. 2001 [Inhaltsverzeichnis] (pdf )

Basics

Publisher: Folio Verlag

ISSN: 1029-1830

Properties

deutsch

Contributors

Editor: springerin. Hefte für Gegenwartskunst

Mentions: Konstantin Akinsha, Jochen Becker, Phil Collins, Jeff Derksen, Branislav Dimitrijevic, Helmut Draxler, Matthias Dusini, Olga Goriunova, Christian Höller, Dejan Jovic, Franz Kneissl, Martin Reiterer, Hedwig Saxenhuber, Ella Shohat, Robert Stam, Vera Tollmann, Krystian Woznicki

Description

Umfangsangabe: [96] S. : zahlr. Ill. // »Wir werden allen den Krieg erklären, die nicht unsere Werte teilen«. Kurz nach dem monströsen Attentat auf das World Trade Center war ein ranghoher US-Politiker mit dieser Parabellum-Wortmeldung auf allen Kanälen. Der Staatsphilosoph Carl Schmitt und der Kulturkrieger Samuel Huntington, so scheint es, haben die Ökonomen Joseph Schumpeter und Friedrich Hayek als Vordenker westlicher Weltmachtlust abgelöst. Schmitts Hegemon rüstet sich allerdings keineswegs mehr allein militärisch und ökonomisch gegenüber dem »Feind« an den Rändern. Denn das »So werden wie wir«, dieses Leitmotiv westlicher Politiken, das Dejan Jovic in diesem Heft für die Transition der ehemals sozialistischen Staaten Osteuropas analysiert, nennt nicht länger Wohlstand, Wohlfahrt und Demokratie als »unsere« Werte, sondern zielt auf ein anderes Universales: die Kultur. Jeff Derksen zeichnet in seinem Essay den theoretischen Rahmen nach, innerhalb dessen sich diese Kulturalisierung des Ökonomischen und des Sozialen entwickelt hat. Dass die damit verbundenen Raumnahme-phantasien mit der Realität einer von immer sichtbarer werdenden sozialen und politischen Problemen belasteten westlich-kapitalistischen Welt nicht vereinbar sind, erscheint evident. Und der Blick auf die repräsentations-politischen Kleinkämpfe des kulturellen Feldes in deren Metropolen macht klar, welche Illusion sich hinter der Annahme einer globalen Homogenisierung des Kulturellen verbirgt. Ella Shohats und Robert Stams Verteidigung des Multikulturalismus amerikanischen Zuschnitts weist genau auch darauf hin. Sicher, die Strategien und Modelle der Global Players des Kulturbetriebes Marke Guggenheim werden allerorten kopiert. Konstantin Akinshas Text in dieser springerin erzählt von den inneren Widersprüchen gerade dieses Museumsmodells, und wir verstehen ihn als unseren Beitrag zur Eröffnung des neuen Museumsquartiers in Wien. Viele KritikerInnen einer universellen Kulturalisierung des Politischen ziehen den Schluss, dass durch diese jede kulturelle Arbeit ihre politischen Handlungsmöglichkeiten verloren habe. Dieser Pessimismus erscheint uns beim Blick auf eine Vielzahl gegenwärtiger Praxen vorschnell und unangebracht. [Quelle: www.springerin.at/]

Contains

Eleonora Louis: Candice Breitz: Cuttings Candice Breitz: Cuttings, 2001
Petra Erdmann: Den Raum klanglich füllen, 2001
Judith Fischer: double life – Identität und Transformation in der zeitgenössischen Kunst, 2001
Christian Kravagna: Georges Adéagbo: Das Pythagoreische Zeitalter, 2001
Angelika Bartl: Hans Weigand: Cotton 2001, 2001
Roger M. Buergel: Harun Farocki »Schöpfer der Einkaufswelten«, 2001
Susanne Neuburger: Objekte – Skulptur in Österreich nach 45, 2001
Christa Benzer: Volxhochschule, 2001

Inventory

This object can be accessed at the basis wien archive [6.00.SPRIN.023]. Location 1150 Wien. Contact: T +43 (0)1 5226795, office@basis-wien.at

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