Magazine
springerin 3/04. Welt Provinzen
- Österreich, Wien
Publisher: Folio Verlag
1029-1830
deutsch
Editor: springerin. Hefte für Gegenwartskunst
Mentions: Friedrich Achleitner, Jochen Becker, Josef Dabernig, Petra Erdmann, Micz Flor, Marina Gržinic, Dietrich Heissenbüttel, Nicola Hirner, Brian Holmes, Christian Höller, Herwig G. Höller, Serhat Karakayali, Christian Kravagna, Klaus Ronneberger, Felix Stalder, Magdalena Taube, Xenia Tetmajer von Przerwa, Vera Tollmann, Vassilis Tsianos, Monika Vykoukal, Luisa Ziaja
Umfangsangabe: 96 S. : zahlr. Ill. // Die Kunst der Gegenwart bezieht ihre Bestätigung zu einem Gutteil aus der »Differenz zum Provinziellen«. Der weltoffene, ja kosmopolitische Impuls hier – der rückständige, engstirnige Provinzialismus dort. Zumindest als rhetorischer Schachzug scheint dies immer noch gut zu funktionieren, und so war etwa, bezogen auf Globalisierungszusammenhänge, zuletzt gar von einer »Kunst aus den Weltprovinzen« die Rede. Wer aber bestimmt darüber, welche Herkunfts- und Referenzbereiche von Kunst als provinziell und welche als weltgewandt-mondän anzusehen sind? Wo genau verläuft die Grenze zwischen urban-zentral und ländlich-peripher? Welche kulturellen Faktoren speisen das immer noch dominante Machtgefälle von Stadt und Land? Aus unterschiedlichen Perspektiven gehen die AutorInnen des aktuellen Heftes diesen Fragen nach. Zunächst steht dabei einmal mehr die neue alte Machtgeografie im Mittelpunkt, die im Zuge der Globalisierungsdebatte zwar einer grundlegenden Revision unterzogen wurde, praktisch aber auf die erneute Einrichtung einer »imperialen Infrastruktur« (Brian Holmes) hinauszulaufen scheint. Dass die Topografie von Zentrum und Peripherie kein ein für allemal gegebenes Diskursraster bildet, kommt ebenso zur Sprache (Klaus Ronneberger) wie die aktuelle Neubegründung von Grenzregimes an den Aussengrenzen Europas (Serhat Karakayali & Vassilis Tsianos). Darüber hinaus richtet sich der Blick weit über Kernzonen westlicher Gegenwartskultur hinaus und geht den hartnäckigen Zuschreibungen von westlich-modern und nichtwestlich-rückständig nach. Eine Bestandsaufnahme aus der Kunstszene Kirgisistans sowie ein Schlaglicht auf die paradoxe Gespaltenheit der chinesischen Gegenwartskunst beleuchten dieses immer noch gängige Leitmotiv vieler Debatten. Eine mehrteilige Diskussion aktueller Afrika-Bilder innerhalb und außerhalb des Kontinents rundet diese Auseinandersetzung ab. Durchgehend verdeutlicht sich daran, dass Provinzialisierung zumeist als ebenso gewollter wie strategischer Prozess funktioniert. Gleichfalls erkennbar wird, dass sich die kulturellen Konturen einer nachhaltigen Ent-Provinzialisierung der Welt – und nicht nur der Kunst aus benachteiligten Regionen – bestenfalls erahnen lassen. [Quelle: www.springerin.at, 25.10.2017]
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- Manifesta 5. European Biennial of Contemporary Art, 11.06.2004 – 30.09.2004, International Foundation Manifesta, Öffentlicher Raum Donostia - San Sebastián, Nederland, Amsterdam, España, San Sebastián, Bas Jan Ader, Victor Alimpiev, Hüseyin Alptekin, Micol Assaël, Sven Augustijnen, Jose Miguel Ayerza (Organisation), Zbynek Baladrán, John Bock, Michaël Borremans, Sergey Bratkov, Carlos Bunga, Duncan Campbell, Iliya Chichkan, Angela de la Cruz, D.A.E., Donostiako Arte Ekinbideak, Jan De Cock, Jeremy Deller, Andrea Faciu, Lourdes Fernandez (Organisation), Iñaki Garmendia, Massimiliano Gioni (Kurator/in), Geert Goiris, Kim Hiorthøy, Laura Horelli, Evgenij Jufit, Külli K. Kaats, Johannes Kahrs, Leopold Kessler, Michel Khleifi, Marta Kuzma (Kurator/in), Mark Leckey, Maria Lusitano, Mark Manders, Asier Mendizabal, Borys Mychajlov, Office of Alternative Urban Planing, Oksana Pasaiko, Anu Pennanen, Garrett Phelan, Kirsten Pieroth, Paola Pivi, Kyrill Protsenko, Marc Quer, Daniel Roth, Michael Sailstorfer, Silke Schatz, Markus Schinwald, Conrad Shawcross, Eyal Sivan, Hito Steyerl, Misha Stroj, Patrick Tuttofuoco, Sergey Vishnevsky, Vangelis Vlahos, Gillian Wearing, Cathy Wilkes, Amelie von Wulffen, Olivier Zabat, David Zink Yi, Darius Ziura, Cengiz Çekil
- Born to be a Star, 18.06.2004 – 19.08.2004, Künstlerhaus, Österreich, Wien, A room of one's own, Marc Adcock, Victor Alimpiev, Rosa Barba, Sadie Benning, Cosima von Bonin, Monica Bonvicini, Anna Ceeh, Olga Chernysheva, Chicks on Speed, Christina Ertl / Tobias Hassels, Chilo Eribenne, Female Obsession, Anita Fricek, Christine Gloggengiesser, Kim Gordon, Elisabeth Grübl, Manfred Grübl, Judith Huemer, Ursula Hübner, Johanna Kirsch, Jutta Koether, Laura Cottingham & Leslie Singer, Katarina Matiasek, Ursula Mayer, Muntean/Rosenblum, Elisabeth Penker, Katrin Plavčak, Ursula Maria Probst (Kurator/in), Cosima Rainer, Jennifer Reeder, Bianca Regl, Nicolas Roeg, Scanner, Deborah Schamoni, Meike Schmidt-Gleim, Anne Schneider, Ann-Sofi Sidén, Nina Stuhldreher, Tracy + the Plastics, Sergey Vishnevsky, Rita Vitorelli, Herwig Weiser, Wolf Koenig & Roman Kroitor, Amelie von Wulffen
- Videodreams, 15.05.2004 – 19.09.2004, Kunsthaus Graz, Österreich, Graz, Fabienne Audéoud, Alexander Birchler, Adam Budak (Kurator/in), Stan Douglas, Rodney Graham, Teresa Hubbard, Katarzyna Kozyra, Mark Lewis, Peter Pakesch (Kurator/in), John Russel, Catherine Sullivan
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