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derStandard.at | Kultur | Kultur & Politik 
20. März 2007
01:48 MEZ
Nachlese
Kampf um ein Qualitätskino: Das KIZ in Graz soll weichen 
Graz steht geschlossen hinter "KIZ"
Überparteiliches Komitee will auch Übergangslösung für Augartenkino finden

Graz - Für die Klubchefin der Grazer Grünen, Sigi Binder, ist das, was derzeit im Kampf um das Grazer Kino im Augarten (KIZ) passiert, geradezu historisch: "Das ist das erste Mal, dass die Stadtregierung sagt, es gibt trotz eines bestehenden Bebauungsplans ein übergeordnetes Interesse." Denn mittlerweile setzen sich alle Parteien im Gemeinderat, also ÖVP, SPÖ, KPÖ, Grüne und FPÖ gemeinsam für die Sicherung des Kinos, das wegen des Baus eines neuen Gebäudes geschliffen werden sollte, ein: In jenem Büro- und Wohngebäude, das den Platz des alten Hauses einnehmen soll, ist nämlich kein Kino eingeplant - der Standard berichtete.

Doch über 9000 Unterschriften, die binnen Tagen gesammelt wurden, dürften zuletzt allen Politikern klar gemacht haben, dass das Programmkino eine wichtige Funktion in der Stadt erfüllt.

Forderungen wiederholt

Bei einem Pressegespräch am Montag wiederholte ein überparteiliches Komitee, in dem auch Binder, die als erste initiativ wurde, sitzt, nicht nur jene Forderungen, die schon in der Vorwoche einstimmig im Gemeinderat beschlossen worden - also die Einplanung des Kinos im neuen Haus oder ein adäquates Ersatzquartier -, sondern drängte auch auf eine Übergangslösung. Denn die rund zwei Jahre Bauzeit wären für das Kino auf jeden Fall ein nicht zu überlebender Zeitraum. Binder schlägt vor, den an der Radetzkybrücke gelegenen City Tower - ein Hochhaus unweit des jetzigen Kinos mit vielen leer stehenden Räumlichkeiten - als Übergangsquartier zu prüfen. (cms/DER STANDARD-Printausgabe, 20.03.2007)


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